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10 nützliche WordPress-Konfigurations Tipps & Tricks

WordPress mit der legendären 5-Minuten Installation installieren, Theme drauf und los geht es mit dem Content erstellen. So, oder so ähnlich, machen es wohl die meisten Nutzer. Was am Anfang auch kein Problem darstellt, kann mit einem wachsenden Umfang der WordPress Seite aber auch schnell Probleme mit sich ziehen. Häufig liest man von langsamen Backends, gehackten Seiten, oder auch einfach von Speicherplatzproblemen.

Mit ein bisschen Konfiguration kannst du diesen Problemen gleich von Anfang an aus dem Weg gehen. Aus diesem Grund gebe ich dir hier 10 nützliche WordPress-Konfigurations Tipp & Tricks.

PS: Selbstverständlich kannst du diese Tipps auch bei einer vorhandenen WordPress-Installation nachziehen.

10 Tipps zur Konfiguration von WordPress
10 Tipps zur Konfiguration von WordPress

Was ist die WP-Config?

Um einen guten Einstieg zu bekommen, müssen wir erst einmal klären, wo diese Konfigurationen gemacht werden. Wie im Titel der Überschrift zu erahnen ist, gibt es eine globale Konfigurations-Datei in jeder WordPress-Installation. Diese Datei heißt „wp-config.php“ und befindet sich normalerweise im Hauptverzeichnis deines WordPress. Warum normalerweise? Einige Hoster modifizieren WordPress in ihren 1-Klick Installationen und verschieben die „wp-config.php“ eine Ebene nach oben. Was eigentlich auch schon ein guter Tipp für die Sicherheit deines WordPress ist, die „wp-config.php“ eine Ebene nach oben schieben, und somit dafür sorgen, dass die Konfigurations-Datei nicht mehr über die Domain erreichbar ist. Hierfür ist keine weitere Anpassung nötig.

10 Tipps und Tricks für deine perfekte WordPress Konfiguration

Legen wir also mit den Tricks zur Konfiguration los.

Beachte bitte noch folgende Punkte:

  • Bevor du etwas änderst, lege dir bitte ein Backup der wp-config.php an
  • Trage jeglichen Code immer vor der Zeile
    /* Das war’s, Schluss mit dem Bearbeiten! Viel Spaß beim Bloggen. */

    in deine wp-config.php ein.

  • Sollte etwas schief gehen, dann ist deine WordPress Seite nicht mehr erreichbar.
    Kopiere dann einfach dein Backup der wp-config.php wieder auf den Server.

1. WordPress Papierkorb – Leerungsintervall einstellen

Legst du Beiträge oder Seiten in den Papierkorb, werden sie normalerweise von WordPress nach 30 Tagen automatisch gelöscht. Das kann eine lange Zeit sein, wenn mehrere Autoren Artikel schreiben und eventuelle Entwürfe in den Papierkorb legen. Diesem unnötigen Balast kannst du entgegenwirken, indem du die Zeit einfach verringerst, oder aber auf 0 stellst und den Papierkorb somit deaktivierst.

// Papierkorb alle 15 Tage löschen
define( 'EMPTY_TRASH_DAYS', 15 );

// Papierkorb deaktivieren und direkt löschen
define( 'EMPTY_TRASH_DAYS', 0 );

2. Autosave Intervall konfigurieren

Eine praktische Sache ist das automatische Speichern beim Schreiben von Content. WordPress speichert deine Artikel alle 60 Sekunden, ohne dass du es triggern musst. WordPress legt damit aber auch alle 60 Sekunden eine Revision deiner Seite / deines Artikel an und müllt, bei längeren Schreibaktivitäten, somit deine Datenbank voll. Wenn du magst, definiere die Zeit, die zwischen jedem Speichern liegt, einfach selbst.

// Intervall in Sekunden
define( 'AUTOSAVE_INTERVAL', 120 );

3. WordPress Beitags- und Seiten Revisionen

Wie im vorherigen Tipp bereits angemerkt, speichert WordPress die Artikel und Seiten automatisch ab und legt diese als Revision in der Datenbank an, der Vorteil daran ist, dass Nutzer jeder Zeit zu einer vorherigen Version des Artikels/Seite zurückspringen können. Um zu verhindern, dass die Datenbank vollgemüllt wird, können wir dieses limitieren, oder aber ganz deaktivieren. Dafür müssen wir folgende Konstante in der wp-config.php definieren:

// Maximal 10 Revisionen pro Artikel / Seite
define( 'WP_POST_REVISIONS', 10 );
// Revisionen deaktivieren
define( 'WP_POST_REVISIONS', false );

4. Dateirechte über die wp-config.php setzen

Für ein sicheres WordPress, bzw. für eine sichere Website egal welcher Art, sind Dateirechte ein sehr wichtiges Thema. Mit diesen zwei Zeilen, kannst du die Dateirechte überschreiben und korrekt für Dateien und Ordner setzen.
Wenn du mehr Informationen zum Thema Dateirechte haben möchtest, schau doch mal beim Binary Butterfly vorbei.

define( 'FS_CHMOD_FILE', ( 0644 & ~ umask() ) );
define( 'FS_CHMOD_DIR', ( 0755 & ~ umask() ) );

5. PHP Memory Limit erhöhen

Für deine Website bestimmt der Webserver ein sogennantes PHP Memory Limit, darunter zu verstehen ist, dass jedes PHP-Script eine bestimmte Menge an Arbeitsspeicher zugeteilt bekommt. WordPress ist in diesem Sinne ein großes Script und kann den definierten Standard, wenn ein paar Plugins installiert sind, schnell sprengen. Mit folgendem Snippet kannst du diese Einstellung anpassen und deinem WordPress mehr Luft nach oben geben.

define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '128M' );

6. Integriertes Datenbank Reparatur Tool aktivieren

Probleme mit deiner Datenbank? Extrem langsames Backend?
Dann lass doch einfach mal das integrierte Datenbank Reparatur Tool durchlaufen.
Du kannst es mit folgender Zeile PHP aktivieren:

define( 'WP_ALLOW_REPAIR', true );

Anschließend ist es unter folgender URL erreichbar:
http://deinedomain.de/wp-admin/maint/repair.php

Aber Achtung: Wenn das Tool aktiviert ist, ist es öffentlich zugänglich! Du solltest es also nach der Nutzung wieder deaktivieren. Ein Backup vor der Nutzung kann auch nicht schaden ;-)

7. Verzeichnisse umbenennen

Möchte man sein WordPress etwas individualisieren und es somit Script-Kiddis etwas schwerer machen, kann man über die wp-config.php die Ordnerstruktur von WordPress verändern. Folgendes Beispiel ändert die Ordnerstruktur von:
– root-Ordner
— wp-content
—- plugins
—- uploads

in folgende Struktur:
– root-Ordner
— assets (ehemals /wp-content/)
—- extensions (ehemals /wp-content/plugins/)
— media ( ehemals /wp-content/uploads/)

Aber Achtung: Bei schlecht entwickelten Plugins und Themes kann das Umbennen der Ordner zu Fehlern führen.

// wp-content Ordner umbenennen und verschieben
define( 'WP_CONTENT_FOLDERNAME', 'assets' );
define( 'WP_CONTENT_DIR', ABSPATH . WP_CONTENT_FOLDERNAME );
define( 'WP_SITEURL', 'https://' . $_SERVER['HTTP_HOST'] . '/' );
define( 'WP_CONTENT_URL', WP_SITEURL . WP_CONTENT_FOLDERNAME );

// Plugin Ordner umbenennen und verschieben
define( 'WP_PLUGIN_DIR', dirname(__FILE__) . '/assets/extensions' );
define( 'WP_PLUGIN_URL', 'https://' . $_SERVER['SERVER_NAME'] . '/assets/extensions' );

// Upload Ordner umbenennen und verschieben
define( 'UPLOADS', 'media' );

8. WP-Cron deaktivieren und ersetzen

Die in WordPress implementierte WP-Cron Funktion ist gedacht, um automatisierte Aufgaben abzuarbeiten. Das sind z.B.:

  • Geplante Beiträge veröffentlichen
  • Trackbacks und Pingbacks bearbeiten
  • Updates abfragen und durchführen
  • Viele Plugins nutzen es für diverse Aufgaben

Bei stark besuchten Websites kann dies aber zu Performance-Problemen führen, denn diese Funktion wird bei jedem Seitenbesuch ausgeführt. Bei weniger gut besuchten Seiten hingegen, wird es nur selten getriggert und ist somit nicht sehr zuverlässig.

Abhilfe kannst du schaffen, indem du einen Cronjob einrichtest, den dein Server ausführt. Dafür hat dein Hoster bei einem Webspace meist ein Interface im Loginbereich. Dort kannst du dann einfach einen Cronjob einrichten, der jede Stunde (oder einen von dir definierten Zeitraum) folgende URL aufruft:

https://deinedomain.de/wp-cron.php

Solltest du einen V- oder Root-Server haben, erledigst du das über „crontab -e“ in deiner Console. Wenn du einen solchen Server verwaltest, solltest du wissen was zu tun ist ;-)

Anschließend deaktivierst du den integrierten WP-Cron über deine wp-config.php mit folgendem Snippet:

define( 'DISABLE_WP_CRON', true );

9. Internes Caching aktivieren

Wenn du ein Plugin einsparen möchtest, kannst du das WordPress interne Caching aktivieren. Das Caching kannst du mit folgender Zeile Code aktivieren:

define( 'WP_CACHE', true );

Um mit dieser Methode wirklich gute Ergebnisse zu erzielen, ist eine weitere Bearbeitung der .htaccess erforderlich. Caching-Plugins wie „WP-Rocket“ machen übrigens im Grunde das selbe. Da das Thema aber etwas umfangreicher ist, würde es diesen Artikel sprengen.

Mich selbst würde aber interessieren, ob ich ohne Plugin, die gleiche Leistung raushole, wie mit Plugin. Das schreit nach einem Test und einem neuen Artikel. Wenn es euch interessiert, dran bleiben ;-)

10. Datei-Editoren deaktivieren

Du hast mehrere Administratoren, oder erstellst Websites für Kunden die anschließend Admin-Rechte bekommen?

Dann solltest du den internen Datei-Editor deaktivieren um das Editieren von Dateien aus dem Backend heraus zu verhindern.

define( 'DISALLOW_FILE_EDIT', true );

Und? War etwas Interessantes für dich dabei? Hab ich etwas Wichtiges vergessen? Wenn ja, einfach in den Kommentaren melden!


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